Apps laufen längst nicht mehr nur auf Smartphones, Fernsehern oder Lautsprechern, sondern eben auch auf Autos, Lampen und Waschmaschinen, die wir dadurch an das Internet anbinden.

Realisiert wird dies – vereinfacht gesagt – über Sensoren und Software, die Signale aufnehmen und weitergeben.

Und ebenfalls vereinfacht formuliert:
Wichtig ist es, wer, wann welchen Zugriff auf die Signale bekommt.

Wie Smart ist das Home?

Das absehbare Smart Home Risiko

Bei aller Faszination für vernetzte Hilfen im Haushalt, ist es grob fahrlässig, einen willkürlichen Strauss von Steckdosen oder Heizungssensoren an sensible Informationen anzubinden.

Die Lebensdauer von Smart Home Komponenten

Alle Komponenten inkl. der verwendeten Software überleben im Normalfall die Phase der technischen Garantie. Für den smarten Thermostaten, den wir beim Discounter kaufen, fehlen uns dann die Ansprechpartner.

Der Hersteller der Hardware sitzt vermutlich ebenso in Asien wie auch der Entwickler. Und der deutsche Handelspartner wird nicht in der Lage sein, 3 Jahre nach Erwerb des Geräts dessen Software zu unterstützen – also z.B. bei Bedarf proaktiv ein Sicherheitsupdate aufzuspielen.

Software muss aktualisiert werden.

Das haben wir für jedes Smartphone längst verstanden, weshalb wir dort das Betriebssystem und die darauf laufenden Apps aktualisieren.

Dazu nutzen wir den App Store des Smartphones, was den eigentlichen Update Prozeß einfach durchführbar macht.

Die Bedeutung der App Stores.

Amazon, Apple und Google verfügen über entsprechende App Stores, die sich auf das Ökosystem der neuen Software Funktionalität erweitern lassen.

Android Things als Beispiel

Mit Android Things gibt Google Entwicklern ein Werkzeug an die Hand, um IoT-Geräte zu bauen, das zudem einen wesentlichen Mehrwert bietet. Denn mit Android Things verspricht Google, sich kontinuierlich um Bugfixes zu kümmern – also mitzuhelfen, das System vor technischen Sicherheitslücken zu schützen.

Das Smarte Auto

Das Auto hat einen “harten Kern”, dessen Zugriff mit gutem Grund gut verteidigt wird. Die Auto Hersteller und Unternehmen wie BOSCH überwachen die Komponenten nach besten Wissen. Denn sie verteidigen damit letztendlich auch ihr eigenes Geschäftsmodell.

Es ist zwar möglich, in die Software Logik eines Autos einzugreifen. Doch die Voraussetzung dafür ist ein Maß an krimineller Energie und technischem Sachverstand.

Das Smarte Wohnzimmer

Im privaten Haushalt sieht die Situation komplett anders aus.

Kaufentscheidungen werden meist ohne technische Prüfung getroffen. Als Beispiel zur Veranschaulichung nehmen wir den Kauf eines Smarten Funkradios für 39 Euro beim Discounter.

Weder Hersteller noch der Handel haben Ambitionen bzw. die Grundlagen, einen technischen Service wie ein Software Update anzubieten. Also gibt es gibt keinen “Wächter” – jedoch viele Käufer ohne Sachverstand. Diese Käufer sind auf absehbare Zeit Attacken offen ausgesetzt bei deren Verteidigung ihnen weder der Hersteller noch der Händler helfen werden.

(die Hersteller wollen es nicht – die Händler können es nicht).

Konsequenz

Wählen Sie Ihre Partner mit Sorgfalt und beantworten Sie die Frage, wer sich wie lang worum kümmern wird.

Smart Home Projekte sind vor allem Software Projekte und keine reinen Hardware Projekte. Die App Stores werden auch hier eine wesentliche Rolle einnehmen!